Die Geltinger Birk ist eines der größten Naturschutzgebiete in Norddeutschland.
Als Halbinsel in der Ostsee wird sie wesentlich von der Geltinger Bucht und nördlich durch die unterseeische Verlängerung der Birk, den Kalkgrund, begrenzt. Ganz am Ende steht im Wasser der Leuchtturm Kalkgrund. Im Osten wird die Birk durch die offene Ostsee begrenzt. Im Süden liegt der Ort Nieby mit seinen Ortsteilen Nieby, Niebywesterfeld und Falshöft.
Annähernd die gesamte Geltinger Birk gehört zur Gemeinde Nieby, deren Flächen daher zu 85% Naturschutzflächen sind.

 

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Naturschutz auf der Geltinger Birk
Bereits 1934 wurden 440 Hektar der Birk als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen.1952 folgte eine Erweiterung auf 482 Hektar und 1986 auf die heutige Größe von 773 Hektar. Die Naturschutzsgebietsflächen umfassen auch die vorgelagerten Wasserflächen. Seit 1977 betreut der Naturschutzbund Deutschland
(NABU | www.nabu-sh.de) das NSG. 1978 wurde eine Hütte für die Naturschutzwarte am Nordrand der ehemaligen Insel Beveroe errichtet.
Man kann bei normaler Sicht die Insel Alsen (7 km entfernt) und bei besserer Sicht auch Aeroe erkennen, die zur dänischen Südsee gehören.
Durch seine Lage als Halbinsel mit viel Küstenlinie und als Brücke nach Skandinavien hat die Birk eine große Bedeutung als Rast- und Brutgebiet für Vögel.
Seit Beginn der 90er Jahre hat die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Flächen auf der Geltinger Birk erworben. Waren es zunächst nur die Flächen des Naturschutzgebietes, so wurden später alle ehemaligen Noorflächen und Randflächen am Hohenrücken Nieby erworben. Die Flächen wurden zunächst weiter durch Pächter extensiv mit Rindern, Pferden und Schafen beweidet. Seit einigen Jahren plant die Stiftung Naturschutz (www.sn-sh.de) zusammen mit dem Staatlichen Umweltamt Schleswig jetzt Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume jetzt ein Projekt, das das gesamt Stiftungsland mit einbezieht.
Neben den eigentlichen Naturschutzgebietsflächen, die aus Strandwallsystemen, Wäldern, feuchten Weideflächen und Wiesen und Bereichen der Ostsee und des Geltinger Noores besteheNSG kleinn, wurden große Bereiche der südlich anschließenden Flächenals NATURA 2000 Gebiet gemeldet. Diese sind Naturschutzflächen mit gesamteuropäischer Bedeutung.
Die Flächen werden als eine Gesamtfläche sehr extensiv durch Rinder und Pferde beweidet werden, die ganzjährig auf der Birk bleiben und über Generationen dort leben. Nur der „Überschuß“ soll abgeschöpft werden.
Der Halboffene Charakter des Gebietes soll erhalten bleiben. und sich noch weiter entwickeln. Da die Tiere auch Teilbereiche der Wälder mitbeweiden, werden dies lichter und strukturreicher. Die ehemaligen Acker- und Intensivgrünlandflächen entwickeln eine savannenartige Struktur, die viele Volgelarten und Insekten fördert. Die Beweidung wird zu besonderen Lebensraumausprägungen großer Weideland-schaften als Habitatkomplex – auch für charakteristische Vogelarten – führen.
Seit 2003 werden alle Maßnahmen zur Entwicklung der Birk von der Integrierte Station Geltinger Birk in Falshöft koordiniert. Wichtigstes Projekt ist die kontrollierte Wiedervernässung der Geltinger Birk und verschieden Maßnahmen zum Schutz und der Entwicklung von Arten und Lebensräumen.